Das Leben vor dem Krieg

Die Gedenkstätte wurde komplett renoviert und öffnete am 27. Januar 2020 wieder ihre Türen.

In der alten Kaserne finden Sie ein Denkmal. Es erinnert uns an unzählige Menschen, die hier in Verzweiflung und großer Angst blieben und später unter unsäglichen Umständen starben. Für die Besucher ist es eine Gelegenheit, in Stille der Opfer zu gedenken. Für die Hinterbliebenen hat dieser Ort eine ganz besondere, intensive Bedeutung. Sie ruft eine fast greifbare Erinnerung an die dramatischen Stunden und Tage hervor, die das Familienmitglied durchlebt hatte. Darüber hinaus tritt sie auch an die Stelle des fehlenden Grabes, um das sich Familie und Freunde versammeln, um zu trauern.

Wenn Sie die Tür zur Gedenkstätte öffnen, werden Sie von vielen Blicken mit durchdringenden Augen angestarrt. Dies sind die Gesichter der mehr als 25.500 Juden und Sinti und Roma, die aus der Dossin-Kaserne nach Auschwitz deportiert wurden.

Der erste Raum gibt Ihnen anhand von Fotos und Videobildern einen Einblick in das jüdische Leben in Belgien vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Eine engagierte Gemeinschaft, dynamisch und voller Leben. Jeder mit seiner eigenen Geschichte, mit seinen eigenen Träumen und Erwartungen.

Gleichzeitig wurden Sinti und Roma zu Opfer des Nationalsozialismus. Sie bildeten eine vielfältige und kleine Minderheitengruppe in Belgien.