In der alten Kaserne gibt es eine Gedenkstätte. Sie erinnert an die vielen Menschen, die sich hier verzweifelt und in großer Angst aufgehalten haben und später unter unbeschreiblichen Umständen ums Leben kamen. Die Gedenkstätte bietet den Besuchern die Gelegenheit, den Opfern in Stille zu gedenken und sich vor ihnen zu verneigen. Für die Hinterbliebenen hat dieser Ort eine ganz besondere und intensive Bedeutung. Er ist nicht nur mit einer greifbaren Erinnerung an dramatische Stunden und Tage belastet, die ein Familienmitglied hier durchlebte, sondern nimmt auch die Stelle eines unbekannten Grabes ein, um das sich die Familie und Freunde versammeln können, um zu trauern und in sich zu gehen.

In der Mitte des ersten Raums stehen drei Fotos: ein junges jüdisches Paar, das diskret vor Glück strahlt, eine Zigeunerin, die uns intensiv anschaut und vier kleine jüdische Kinder, die gut gelaunt posieren. Hier im Erdgeschoss stehen schlichte, gefühlsgeladene Gegenstände im Mittelpunkt, die letzten Spuren eines abrupt abgebrochenen Daseins. Ein kleines Taschentuch, ein verzweifelter Brief aus der Kaserne oder einem abfahrenden Zug, eine Marionette, die ein Theaterregisseur anfertigte, der mehrere Monate in der Kaserne Dossin verbrachte, bevor er dann deportiert und umgebracht wurde. Mit jedem dieser Gegenstände ist eine tragische Geschichte verbunden. Im mittleren Raum steht das Denkmal „15. August 1942. Lange Kievitstraat Antwerpen.” von Philippe Aguirre y Otegui.


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