Geborgen Verborgen


André Goezu, 05.02.2016 - 04.09.2016
 

Kurzgefaßt
Geborgen Verborgen setzt das Kind während des Krieges im Vordergrund. Der Pariser Künstler André Goezu, geboren in Antwerpen, tauchte als Kind unter bei einer Familie im ländlichen Wuustwezel. Seine inkompletten Kindserinnerungen fasste er in seiner Kunst zusammen und über die Jahre weg konnte er dadurch seine Familiengeschichte wieder einen Platz geben. Diese Ausstellung handelt über den kleinen Jungen der die Holocaust entweichen konnte und ein warmes zu Hause fand bei seiner Gastfamilie.

Über die Ausstellung
Der Beginn des Krieges bedeutet für die Jüdisch-Belgische Goezu Familie Unruhe und Angst. Es wird schnell deutlich was für einen Effekt die Deutsche Besatzung hat. Andrés Vater wird in der Dossin Kaserne interniert und überlebt die Deportation aus Mechelen nach Auschwitz-Birkenau nicht. Seine Mutter bleibt mit ihren zwei Söhnen und ihrer Nichte zurück und sucht ein sicheres Versteck. Drei Jahre lang sind sie auf der Flucht und später tauchen sie unter bei verschiedenen Familien. André wird bei einer Baurenfamilie in Wuustwezel untergebracht und genießt die Geborgenheit dort, währenddessen wird seine eigene Familie durch den Krieg auseinandergerissen.

Geborgen Verborgen zeigt uns die dunklen Ecken des Untertauchens. Durch wiederkehrende Elemente zeigt uns der Künstler das Gefühl der Verlassenheit und seine Angst, obwohl er in dieser Zeit auch eine gewisse Geborgenheit bei seiner Gastfamilie gekannt hat. Ab und zu melancholisch und manchmal nostalgisch aber niemals schwermütig erlebt André seine Kindeserinnerungen.

Geborgen Verborgen ist eine Übersicht von verschiedenen Kunstwerken die uns einen Blick gönnen in die Kinderzeit des Künstlers, eine Zeit die seine ganze Karriere gestaltet hat. Seine Jüdische Identität webt er sehr subtil durch die Geschichte seiner Kinderzeit in den Kriegsjahren. In seinen Ölgemälden, Gravierungen und Monotypen, durchspickt mit reicher Bildsprache, fließen Realität und Illusion, Vergangenheit und Zukunft ineinander.  

Der Kinderparcours
Die Sonderausstellung erzählt die Geschichte des Antwerpischen Stadtjungen André.  Während des Krieges taucht er unter im ländlichen Wuustwezel. Er erlebt eine ganz andere Welt mitten in der Natur, wird jedoch warm empfangen bei seiner Gastfamilie. Die Ausstellung handelt über einen kleinen Jungen der die Holocaust überlebt hat und trotzdem Geborgenheit fand bei seiner Gastfamilie in den schweren Zeiten. Die Erinnerungen an diese Zeit bilden das Fundament für die Werke die er später erschaffen wird.  Bist du zwischen 6 und 12 Jahre Alt, komm dann mit deinen Eltern den Kinderparcours besuchen. Wir fordern dich heraus um deine kindliche Verwunderung freien lauf zu lassen wenn du dir die Kunstwerke von André anschaust. Nür in Niederländisch und Franzözsisch. 
 
 
Über André Goezu
André Goezu (°1939, Antwerpen) absolviert ein Studium an der Königlichen Kunstakademie in Antwerpen und später am Nationalen Institut. Er war Gastdozent an der Königlichen Kunstakademie und an der Ecole des Beaux Arts in Paris. Ab 1968 wohnt und arbeitet er in Paris. In 1991 wird er ein Mitglied der Koninklijke Vlaamse Academie van België voor Wetenschappen en Kunsten.  Er gewann den ‘Gravierungs Preis’ und den ‘Dreijährlichen Preis der Malkunst’ von der Provinz Antwerpen. Seine Kunstwerke werden in verschiedenen Museen als auch in andere Öfftenlichten Gebäuden dargestellt worunter das Bilderkabinet von Brüssel, Antwerpen und Paris, das Museo e fondazione E. Pagani in Milan, das Museum von Dimona in Israel, das Rockefeller Art Center in New York und das Museum von Montreal in Canada. André präsentierte seine Werke schon in mehr wie 100 Ausstellungen weltweit. 
 
Praktische Informationen
Kazerne Dossin, Goswin de Stassartstraat 153, 2800 Mechelen
Tickets: €6 (Erwachsene) – €4 (< 21) –  Gratis (< 10)
Sprachen: Dutch- French – English – German